Kranichtrupp:
Kranichtrupp auf Nahrungssuche
Foto: K. Lehn
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Mit dem Frühjahrszug in die Brutgebiet und dem Herbstzug in die Überwinterungsgebiete hat sich der Kranich einen weiten Lebensraum erschlossen. Dabei können die Vögel den ganzen europäischen Kontinent durchqueren. Entfernungen von bis zu dreitausend Kilometern auf dem Weg in ihre Winterquartiere und Zurück sind keine Seltenheit. Um diese enormen Distanzen zu meistern, fliegen die Kraniche oft viele hundert Kilometer pro Tag. In Ausnahmesituationen, d.h. bei anhaltend günstigem Rückenwind sind sogar über tausend Kilometer möglich.
Der Frühjahrszug der Kraniche geht rascher und zielstrebiger voran als der durch wochenlange Rastperioden unterbrochene Zug im Herbst. Ab Anfang August finden sich die einheimischen Brutpaare mit ihrem Nachwuchs an den so genannten Sammelplätzen ein. Zuerst kommen die Junggesellen und Paare ohne Bruterfolg, anschließend die Brutpaare mit ihren Jungen. Ab September erhalten sie Verstärkung von durchziehenden Kranichen aus nordischen und osteuropäischen Brutgebieten, die in Deutschland rasten. Sie verweilen zusammen mit den heimischen Kranichen an Sammelplätzen oder unterbrechen ihren Zug an Rastplätzen.
Kraniche auf Getreideaussaat
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Laden Sie sich beispielhafte internationale Beobachtungsergebnisse
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Getrackter
Kraniche (PDF-Dokument 58 KB, mit freundlicher Genehmigung durch Kranichschutz
Deutschland)
Beringter
Kranich (PDF-Dokument 60 KB)
für weitere Informationen siehe auch: Projekt Kranichzug
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An allen großen Rastplätzen entlang der Zugroute wird die Anzahl der durchziehenden Kraniche erfaßt. Auf diese Weise lassen sich genaue Aussagen über den Zugverlauf und die Bedeutung der Rastplätze europaweit ableiten. Auch in der Diepholzer Moorniederung werden seit dem Jahr 2000 regelmäßige Bestandserfassungen der hier rastenden Kraniche durchgeführt. Die in den Zeiten des Frühjahrs- und Herbstzuges initiierten Zählungen, fragen einen komplexen Datensatz zu den erfaßten Vögeln ab. Folgende Parameter werden kartiert und erlauben eine anschließende Auswertung: Datum, Uhrzeit, Ort, Koordinaten, Habitat, Ringkombination, Alter, Verpaarung/Familie und Truppgröße. Mit der Analyse der Zählungen ist eine recht genaue zeitliche wie räumliche aber auch mengenmäßige Nutzung der Rastflächen innerhalb der Diepholzer Moorniederung möglich. So ist es möglich, die Qualität erfolgter Schutzmaßnahmen zu überprüfen, als auch weitere notwendige Maßnahmen für den Kranichschutz zu initiieren.
Lesen Sie dazu auch:
Die regelmäßigen Kranich-Zählungen werden unter Kranich Aktuell dokumentiert.
Kranich Aktuell
- Auf dem neusten Stand
European Crane Working Group
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Gerade der grenzüberschreitende Zug der Kraniche durch ganz Europa erfordert eine international koordinierte Vorgehensweise, damit europaweit die Schutzbemühungen aufeinander abgestimmt werden können. Um die Flugroute einzelner Tiere nachverfolgen zu können werden sie beringt. Eine bestimmte Farbkombination am linken Bein kennzeichnet dabei jeweils das Herkunftsland.
Beringter Kranich
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Das Beringungsprojekt der European Crane Working Group (siehe auch Hinweis am linken Rand)anläßlich der internationalen Kranichtagungen in Estland, Spanien und Deutschland.
Das Neue in der Beringung ist dabei, das die Vögel außer den bisher verwendeten Metallringen der jeweiligen Vogelschutzwarten farbige Ringe, die leichter ablesbar sind, erhalten. Ab ca. 1985 wurde in Europa zunächst mit roten Kunststoffringen, die eine weiße Zahlen- und Buchstabenkombination enthielten beringt. Noch deutlicher wird die Unterscheidungsmöglichkeit durch den Beobachter seit ca. 1990: Gefangene Kraniche erhalten, gut sichtbar über dem Intertarsalgelenk, am rechten Bein eine individuelle Dreifarbenkombination und am linken Bein die landestypische Dreifarbenkombination. Die Beringung von Kranichen in Deutschland (nordöstliche Länder) erfolgt durch dazu berechtigte Personen in Zusammenarbeit mit Kranichschutz Deutschland. Weiteres zur Beringung siehe auch www.kraniche.de.
Eine weitere Methode ist das Ausstatten der Tiere mit einem kleinen Sender, dessen Sendefrequenz die Identität des Vogels verrät. Mit Hilfe eines Empfängers (Reciever) kann man die Senderfrequenzen empfangen und den Vogel orten, das sogenannte Tracken. Auf diese Weise läßt sich die Flugroute und auch die Verweildauer an Rastplätzen genau verfolgen. Innerhalb der Diepholzer Moorniederung konnten auf diese Weise der Wechsel der Kraniche zwischen den verschiedenen Mooren (Schlafplätzen) nachgewiesen werden.
In Ländern entlang des Zugweges der Kraniche werden Vögel mit unterschiedlich gefärbten Ringen versehen. Die farbige Kennzeichnung besteht aus drei Farbringen und markiert ein bestimmtes Land. Dabei sind über die Jahre verschiedene Farbkombinationen zum Einsatz gekommen. Finnland kennzeichnet gelb-weiss-gelb, Schweden und Norwegen haben sich auf die einheitliche Auszeichnung in rot-schwarz-rot geeinigt. Auch Israel kennzeichnet Kraniche. Hier finden die Farben grün-rot-grün Verwendung.
Karteninformationen:
Welches
Land hat welche Farbe?
Ein Überblick durch die Geschichte der Landeskennringe.
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Beringungsprojekte leben von Ihrer Mithilfe und von Rückmeldungen zu gemachten Beobachtungen. Nennen Sie Informationen, z.B. zur Truppgröße, Ort, Datum, Nahrungsflächenart und Verhalten. Bitte senden Sie Ihre Ablesungen an das:
Auf der Webseite des Kranich-Informationszentrums haben Sie auch die Möglichkeit, Ihre Angaben online in das Zug-Erfassungs-Formblatt (Webseite besuchen) ein zu tragen.
Aktualisiert am: 24.07.2008