BUND Diepholzer Moorniederung

Moorzeit - Es passiert viel ...

 

Moorlandschaft im Wechsel

Es passiert viel in den Mooren der Diepholzer Moorniederung. Ob Paarungszeit der Moorfrösche oder Kranichzug - im Jahresverlauf haben die von uns betreuten Moorkomplexe immer etwas Neues zu bieten.

Moor-Monate für 2010

Nach Monaten geordnet finden sie hier viele Neuigkeiten, vielleicht auch Bekanntes, über das Jahr in der Moorlandschaft. Dazu gehört natürlich auch alles Wissenswerte rund um unsere Naturschutzarbeit in der Diepholzer Moorniederung.

Schauen Sie doch einmal vorbei, wenn z.B. das Wollgras - mit seinen vielen weißen Fruchtständen - die Moorflächen verwandelt oder wenn der Schäfer mit seiner Herde Diepholzer Moorschnucken unterwegs ist!

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Moor-Monat August

Schlingnatter

Die Schlingnatter
Diese Schlingnatter haben wir im Neustädter Moor gefunden. Ihre trüben Augen verraten, dass sie kurz davor ist sich zu häuten. Die Schlingnatter ist ungiftig und als kleine Würgeschlange für uns Menschen völlig ungefährlich. Zu ihrer Nahrung gehören Eidechsen, Frösche und Mäuse. Ausgewachsene Tiere erreichen eine Länge von etwa 50-60 cm und häuten sich ein- bis zweimal pro Jahr.
Foto: U. Smolka | Bild vergrößern


Moor-Monat Juli

Glockenheide

Fleischfressende Pflanze: Der Sonnentau
Im Juli kann man die Blüte des Sonnentaus erleben; auf dem Bild sieht man die noch geschlossenen Knospen. Im Hochmoor herrscht ein Mangel an Nährstoffen, insbesondere an Stickstoff. Der Sonnentau umgeht dies, indem er sich zusätzlich von Insekten ernährt. An den roten Tentakeln befinden sich kleine Leimtröpfchen. Insekten halten diese für Nektar und bleiben daran hängen. Verdauungsenzyme der Pflanze spalten weichen Teile der Insekten auf und machen diese so verfügbar. Von den Insekten bleibt nur die „Hülle“.
Foto: U. Smolka | Bild vergrößern


Moor-Monat Juni

Glockenheide

Blühendes Moor: Glockenheide
Glockenheide (Erika tetralix) liebt nasse, saure und nährstoffarme Böden. Kennzeichen der Glockenheide sind feine Borstenhärchen auf den nadelförmigen Blättern und ihre typische Blütenform. Die glockenähnlichen Blüten sind rosa und stehen von Juni bis September zu mehreren an den aufrechten Zweigen. Als mehrjährige Zwergsträucher überdauern sie den Winter.
Foto: U. Smolka | Bild vergrößern

Moor-Monat Mai

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Ein typsicher Hochmoorbewohner: der Moorfrosch
Gut zu erkennen ist der kleine Braunfrosch an der spitzen Schnauze und den dunklen Schläfenflecken hinter den Augen. Ein weiteres besonderes Merkmal ist das helle Band, das von der Schnauze aus über den gesamten Rücken läuft. Im Gegensatz zu anderen Fröschen kommt der Moorfrosch mit dem sauren Wasser des Hochmoors noch relativ gut klar. Ein wahrer Hingucker sind die sonst gut getarnten Moorfrösche während der Paarungszeit im März: Die Moorfrosch-Männchen verfärben sich aufgrund einer Hormonveränderung blau. Durch Entwässerung von Mooren und anderen Feuchtgebieten wird auch der Lebensraum des Moorfrosches gefährdet.
Foto: U. Smolka | Bild vergrößern



Moor-Monat April

blühendes Wollgras

fruchtendes Wollgras

Schon im März blühen die Wollgräser. In unseren Hochmooren sind es das Scheidige und das Schmalblättrige Wollgras. Wollgräser (Eriophorum) gehören zur Familie der Sauergrasgewächse. Diese Pflanzenarten sind Charakterpflanzen der Hochmoore. Mit ihren faserig zerfallenden Blättern tragen die Wollgräser zur Torfbildung bei. In Hochmoor-Renaturierungen nach industriellem Torfabbau übernehmen sie eine wichtige Funktion als Erstbesiedler der vegetationslosen Torfflächen. Die Blüten der Wollgräser sind unscheinbar (oberes Bild, Scheidiges Wollgras). Erst die langen Hüllfäden der Früchte bilden den namensgebenden weißen Schopf der Wollgräser, der das Moor oft wie ein weißes Meer erscheinen läßt. Herangereift sind diese Früchte aber erst ab Ende April und im Mai zu sehen (unteres Bild).
Foto: O. Schmidt | Bild vergrößern

Moor-Monat MÄrz

Frühjahrsblick vom Großen Turm am Neustädter Moor

Der Frühling hält Einzug in der Diepholzer Moorniederung. Bei zunehmender Tageslänge kehren die Kraniche auf dem Frühjahrszug gen Norden in ihre Brutgebiete zurück. Darunter sind auch Vögel, die in der Diepholzer Moorniederung ihre Brutreviere haben. Doch nicht nur Kraniche, sondern auch andere Zugvögel wie Goldregenpfeifer, Kiebitz, großer Brachvogel, Uferschnepfe sowie Sing- und Zwergschwäne schwäne sind wieder zu sehen. Aber nicht nur in der Vogelwelt passiert etwas: Auf der Schäferei Teerling ist die Lammzeit in vollem Gange.
Foto: U. Smolka | Bild vergrößern



Moor-Monat Februar

Schafe im winter

Schafe sind auch im Winter im Moor unterwegs. Die Nächte verbringen sie aber immer im Stall und die Ausflüge am Tage sind nur kurz. Auch bei geschlossener Schneedecke finden sie noch Nahrung. Gerne fressen die Tiere energiereiche Kiefernnadeln oder Besenheide.
Foto: U. Smolka | Bild vergrößern






Moor-Monat Januar

Blick vom Turm

Der Januar 2010 beginnt sehr kalt. Bei Temperaturen die Nachts an -18°C heranreichen sind alle offenen Wasserflächen zugefroren. Eine geschlossene Schneedecke erschwert die Nahrungssuche der Tiere. Kaniche sind in südlichere Überwinterungsgebiete weitergezogen.
Foto: U. Smolka | Bild vergrößern

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Aktualisiert am: 23.06.2010

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