BUND Diepholzer Moorniederung

Moorzeit - Es passiert viel ...

 

Moorlandschaft im Wechsel

Es passiert viel in den Mooren der Diepholzer Moorniederung. Ob Paarungszeit der Moorfrösche oder Kranichzug - im Jahresverlauf haben die von uns betreuten Moorkomplexe immer etwas Neues zu bieten.

Moor-Monate für 2011

Nach Monaten geordnet finden sie hier viele Neuigkeiten, vielleicht auch Bekanntes, über das Jahr in der Moorlandschaft. Dazu gehört natürlich auch alles Wissenswerte rund um unsere Naturschutzarbeit in der Diepholzer Moorniederung.

Schauen Sie doch einmal vorbei, wenn z.B. das Wollgras - mit seinen vielen weißen Fruchtständen - die Moorflächen verwandelt oder wenn der Schäfer mit seiner Herde Diepholzer Moorschnucken unterwegs ist!

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Moor-Monat November

Blessgänse

Kranichfamilien auf Maisstoppelfeldern
Die Kraniche mit ihren Jungvögeln suchen nach Maisresten auf den abgeernteten Feldern. Oft stehen sie noch im kleinen Familienverband zusammen und distanzieren sich von anderen Kranichen. Am Abend kann von den bekannten Aussichtspunkten der Einflug in die Schlafplätzen beobachtet werden.


Foto: K. Lehn | Bild vergrößern


Moor-Monat Oktober

Blessgänse

Gänse
Nicht nur Kraniche finden sich im Herbst in der Diepholzer Moorniederung ein: Auf Feuchtwiesen und anderen offenen Flächen können aufmerksame Besucher auch Gänse beobachten, vor allem Saat- und Blessgänse.
Die Gänse sind Durchzügler, unterwegs in wärmere Gefilde, und legen vor Ort eine Pause ein. Ähnlich wie die Kraniche übernachten sie in den wiedervernässten Mooren und brechen tagsüber zur Nahrungssuche auf. Sie fressen Moosbeeren, Flechten, Gräser und Ernterückstände.


Foto: K. Lehn | Bild vergrößern


Moor-Monat September

Pilze

Der Herbst ist Pilzzeit
Pilze bilden in der Biologie ihr eigenes Reich: Sie betreiben keine Photosynthese, wie Pflanzen es tun, und verharren unbeweglich an Ort und Stelle. Auch auf zellbiologischer Ebene unterscheiden sie sich von Pflanzen und von Tieren. Als sogenannte „Destruenten“ zersetzen und verwerten viele Pilze totes organisches Material (z.B. abgestorbenes Holz), andere Pilze leben in Symbiose mit Bäumen oder als Pflanzenschädlinge. Bei feuchtem Klima und viel anfallendem „biologischen Abfall“ gedeihen die meisten Pilze besonders gut: Der Herbst ist Pilzzeit. Am Rande der Wanderwege des Neustädter Moores und andernorts kann man sie überall entdecken; groß und klein, unscheinbar und vielfarbig.
Foto: B. Börgmann | Bild vergrößern


Moor-Monat August

Schlingnatter

Die Schlingnatter
Diese Schlingnatter haben wir im Neustädter Moor gefunden. Ihre trüben Augen verraten, dass sie kurz davor ist sich zu häuten. Die Schlingnatter ist ungiftig und als kleine Würgeschlange für uns Menschen völlig ungefährlich. Zu ihrer Nahrung gehören Eidechsen, Frösche und Mäuse. Ausgewachsene Tiere erreichen eine Länge von etwa 50-60 cm und häuten sich ein- bis zweimal pro Jahr.
Foto: U. Smolka | Bild vergrößern


Moor-Monat Juli

Glockenheide

Fleischfressende Pflanze: Der Sonnentau
Im Juli kann man die Blüte des Sonnentaus erleben; auf dem Bild sieht man die noch geschlossenen Knospen. Im Hochmoor herrscht ein Mangel an Nährstoffen, insbesondere an Stickstoff. Der Sonnentau umgeht dies, indem er sich zusätzlich von Insekten ernährt. An den roten Tentakeln befinden sich kleine Leimtröpfchen. Insekten halten diese für Nektar und bleiben daran hängen. Verdauungsenzyme der Pflanze spalten weichen Teile der Insekten auf und machen diese so verfügbar. Von den Insekten bleibt nur die „Hülle“.
Foto: U. Smolka | Bild vergrößern


Moor-Monat Juni

Glockenheide

Blühendes Moor: Glockenheide
Glockenheide (Erika tetralix) liebt nasse, saure und nährstoffarme Böden. Kennzeichen der Glockenheide sind feine Borstenhärchen auf den nadelförmigen Blättern und ihre typische Blütenform. Die glockenähnlichen Blüten sind rosa und stehen von Juni bis September zu mehreren an den aufrechten Zweigen. Als mehrjährige Zwergsträucher überdauern sie den Winter.
Foto: U. Smolka | Bild vergrößern

Moor-Monat Mai

trockenes Moor

trockenes Moor

Ein außergewöhnlich trockenes Frühjahr führte zu stark gesunkenen Wasserständen auch im Hochmoor. Dabei sind die ersten Kranichjungen ab Mitte April planmäßig geschlüpft. Die für Jungvögel günstige Witterung dürfte einen deutlich besseren Schlupferfolg und hoffentlich auch Bruterfolg ergeben als ein Jahr zuvor. Auch Wiesenweihen, die in Wintergetreide brüten und im Moor häufig nach Nahrung suchen, sind in guter Zahl zurückgekehrt. Doch setzt die starke Zunahme von Maisanbau für die Agrargasgewinnung zu Lasten von Getreide und Grünland den eleganten Vögeln in unserer Region stark zu. Sie finden immer schwieriger geeignete Brutfelder und Nahrungsflächen. Das gilt auch für andere Ackervogelarten wie die Feldlerche und das Rebhuhn.
Foto: K. Lehn | Bild vergrößern



Moor-Monat April

blühendes Wollgras

fruchtendes Wollgras

Schon im März blühen die Wollgräser. In unseren Hochmooren sind es das Scheidige und das Schmalblättrige Wollgras. Wollgräser (Eriophorum) gehören zur Familie der Sauergrasgewächse. Diese Pflanzenarten sind Charakterpflanzen der Hochmoore. Mit ihren faserig zerfallenden Blättern tragen die Wollgräser zur Torfbildung bei. In Hochmoor-Renaturierungen nach industriellem Torfabbau übernehmen sie eine wichtige Funktion als Erstbesiedler der vegetationslosen Torfflächen. Die Blüten der Wollgräser sind unscheinbar (oberes Bild, Scheidiges Wollgras). Erst die langen Hüllfäden der Früchte bilden den namensgebenden weißen Schopf der Wollgräser, der das Moor oft wie ein weißes Meer erscheinen läßt. Herangereift sind diese Früchte aber erst ab Ende April und im Mai zu sehen (unteres Bild).
Foto: O. Schmidt | Bild vergrößern

Moor-Monat MÄrz

Frühjahrsblick vom Großen Turm am Neustädter Moor

Der Frühling hält langsam Einzug in der Diepholzer Moorniederung. Bei zunehmender Tageslänge kehren die Kraniche auf dem Frühjahrszug gen Norden in ihre Brutgebiete zurück. Darunter sind auch Vögel, die in der Diepholzer Moorniederung ihre Brutreviere haben. Doch nicht nur Kraniche, sondern auch andere Zugvögel wie Goldregenpfeifer, Kiebitz, großer Brachvogel, Uferschnepfe sowie Sing- und Zwergschwäne sind zu entdecken. Aber nicht nur in der Vogelwelt passiert etwas: Auf der Schäferei Teerling ist die Lammzeit in vollem Gange.
Foto: U. Smolka | Bild vergrößern



Moor-Monat Februar

Schafe im winter

Schafe sind auch im Winter im Moor unterwegs. Die Nächte verbringen sie aber immer im Stall und die Ausflüge am Tage sind nur kurz. Auch bei geschlossener Schneedecke finden sie noch Nahrung. Gerne fressen die Tiere energiereiche Kiefernnadeln oder Besenheide.
Foto: U. Smolka | Bild vergrößern






Moor-Monat Januar

Blick vom Turm

Der Januar 2011 beginnt sehr kalt. Bei Temperaturen die Nachts unter -10°C heranreichen sind alle offenen Wasserflächen zugefroren. Eine geschlossene Schneedecke erschwert die Nahrungssuche der Tiere. Kaniche sind in südlichere Überwinterungsgebiete weitergezogen.
Foto: U. Smolka | Bild vergrößern

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Aktualisiert am: 04.10.2011

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