Pflege für das Moor:
Die Moorschnucken-Herde ist im Sommer oft zu sehen.
Foto: I. Schweneker
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Nach Monaten geordnet finden sie hier viele Neuigkeiten, vielleicht auch Bekanntes, über das Jahr in der Moorlandschaft. Dazu gehört natürlich auch alles Wissenswerte rund um unsere Naturschutzarbeit in der Diepholzer Moorniederung.
Schauen Sie doch einmal vorbei, wenn z.B. das Wollgras - mit seinen vielen weißen Fruchtständen - die Moorflächen verwandelt oder wenn der Schäfer mit seiner Herde Diepholzer Moorschnucken unterwegs ist!
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Die Schlingnatter
Diese Schlingnatter haben wir im Neustädter Moor gefunden. Ihre trüben Augen verraten, dass sie kurz
davor ist sich zu häuten. Die Schlingnatter ist ungiftig und als kleine Würgeschlange für uns Menschen
völlig ungefährlich. Zu ihrer Nahrung gehören Eidechsen, Frösche und Mäuse. Ausgewachsene Tiere
erreichen eine Länge von etwa 50-60 cm und häuten sich ein- bis zweimal pro Jahr.
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Fleischfressende Pflanze: Der Sonnentau
Im Juli kann man die Blüte des Sonnentaus erleben; auf dem Bild sieht man die noch geschlossenen
Knospen. Im Hochmoor herrscht ein Mangel an Nährstoffen, insbesondere an Stickstoff. Der Sonnentau
umgeht dies, indem er sich zusätzlich von Insekten ernährt. An den roten Tentakeln befinden sich
kleine Leimtröpfchen. Insekten halten diese für Nektar und bleiben daran hängen. Verdauungsenzyme
der Pflanze spalten weichen Teile der Insekten auf und machen diese so verfügbar. Von den Insekten
bleibt nur die „Hülle“.
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Blühendes Moor: Glockenheide
Glockenheide (Erika tetralix) liebt nasse, saure und nährstoffarme Böden.
Kennzeichen der Glockenheide sind feine Borstenhärchen auf den nadelförmigen
Blättern und ihre typische Blütenform. Die glockenähnlichen Blüten sind
rosa und stehen von Juni bis September zu mehreren an den aufrechten Zweigen.
Als mehrjährige Zwergsträucher überdauern sie den Winter.
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Ein typsicher Hochmoorbewohner: der Moorfrosch
Gut zu erkennen ist der kleine Braunfrosch an der spitzen Schnauze und den dunklen Schläfenflecken hinter den Augen.
Ein weiteres besonderes Merkmal ist das helle Band, das von der Schnauze aus über den gesamten Rücken läuft. Im Gegensatz zu
anderen Fröschen kommt der Moorfrosch mit dem sauren Wasser des Hochmoors noch relativ gut klar.
Ein wahrer Hingucker sind die sonst gut getarnten Moorfrösche während der Paarungszeit im März: Die Moorfrosch-Männchen
verfärben sich aufgrund einer Hormonveränderung blau.
Durch Entwässerung von Mooren und anderen Feuchtgebieten wird auch der Lebensraum des Moorfrosches gefährdet.
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Schon im März blühen die Wollgräser. In unseren Hochmooren sind es das Scheidige
und das Schmalblättrige Wollgras. Wollgräser (Eriophorum) gehören zur
Familie der Sauergrasgewächse. Diese Pflanzenarten sind Charakterpflanzen
der Hochmoore. Mit ihren faserig zerfallenden Blättern tragen die Wollgräser
zur Torfbildung bei. In Hochmoor-Renaturierungen nach industriellem Torfabbau
übernehmen sie eine wichtige Funktion als Erstbesiedler der vegetationslosen
Torfflächen. Die Blüten der Wollgräser sind unscheinbar (oberes Bild,
Scheidiges Wollgras). Erst die langen Hüllfäden der Früchte bilden den
namensgebenden weißen Schopf der Wollgräser, der das Moor oft wie ein
weißes Meer erscheinen läßt. Herangereift sind diese Früchte aber erst
ab Ende April und im Mai zu sehen (unteres Bild).
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Der Frühling hält Einzug in der Diepholzer Moorniederung. Bei zunehmender Tageslänge kehren die Kraniche auf dem Frühjahrszug gen Norden in ihre Brutgebiete zurück. Darunter sind auch Vögel, die in der Diepholzer Moorniederung ihre Brutreviere haben. Doch nicht nur Kraniche, sondern auch andere Zugvögel wie Goldregenpfeifer, Kiebitz, großer Brachvogel, Uferschnepfe sowie Sing- und Zwergschwäne schwäne sind wieder zu sehen. Aber nicht nur in der Vogelwelt passiert etwas: Auf der Schäferei Teerling ist die Lammzeit in vollem Gange.
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Schafe sind auch im Winter im Moor unterwegs.
Die Nächte verbringen sie aber immer im Stall und die Ausflüge am Tage sind nur kurz. Auch bei geschlossener Schneedecke finden sie noch Nahrung. Gerne fressen die Tiere energiereiche Kiefernnadeln oder Besenheide.
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Der Januar 2010 beginnt sehr kalt. Bei Temperaturen die Nachts an -18°C heranreichen
sind alle offenen Wasserflächen zugefroren.
Eine geschlossene Schneedecke erschwert die Nahrungssuche der Tiere. Kaniche sind in südlichere Überwinterungsgebiete weitergezogen.
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Aktualisiert am: 23.06.2010